Große Gestik – Abstrakter Expressionismus in den USA
13. Oktober 2027, 19:00 - 19:30
Vortragsreihe zur europäischen Kunstgeschichte im Palais im Stadtpark
Referent: Dr. Stefan Schmitt
Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich der Abstrakte Expressionismus geradezu stürmisch in New York und dann auch in Kalifornien und Washington. Er war gleichermaßen international wie existentialistisch und suchte nach Ausdruck für Freiheit und Persönlichkeit. Er war eine Kunst des grenzenlosen Subjektivismus und diese manifestierte sich bis in die 70er-Jahre. Das Spektrum reichte vom ekstatischen Vitalismus bis hin zur Aufnahme mystischer Traditionen und archaischer Kunst. Es war eine Zeit des Aufbruchs nach den Schrecken des Totalitarismus. Man dachte humanistisch und global. Malerei sollte eine „universelle Sprache der Menschheit“ werden. In den USA förderte sogar die CIA diese Kunst und proklamierte sie als Symbol des freien Westens und seiner Werte gegen den Totalitarismus der UDSSR.
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