Dahoam, anderswo und irgendwann
21. März 2026, 08:00 - 7. Mai 2026, 18:00
Fotos von Richard Espertshuber, Sonja Hartmann, Prof. Ernst Jürgens, Norbert Polkehn und Rita Unverdorben
Die Ausstellung zeigt außergewöhnliche Fotografien von fünf ganz unterschiedlich geprägten Fotografen und Künstlern. Wie es der Titel bereits beschreibt, sind sie irgendwo entstanden, dahoam sowie anderswo, und auch irgendwann. Die Präsentation ist weder thematisch noch zeitlich beschränkt und garantiert somit für eine große Vielfalt an Motiven, Perspektiven, Herangehensweisen, Formaten und fotografischen Techniken.
Die Vernissage zur Foto-Ausstellung findet statt am Freitag, den 20. März 2026, um 19.00 Uhr im Georg-Haberl-Saal im Palais im Stadtpark (Am Stadtpark 22/EG); im Anschluss kleiner Empfang. Die Laudatio hält Dr. Sabine Rehm-Deutinger. Die musikalische Begleitung gestaltet Richard Espertshuber.
Die Ausstellung ist vom 21. März 2026 bis zum 7. Mai 2026 in den Räumen der Klinik Angermühle zu sehen (Am Stadtpark 22, EG).
Öffnungzeiten: Mo bis Fr 16.00 – 18.00 Uhr, feiertags geschlossen. Weitere Besuchszeiten auf Anfrage (kulturbuero@klinik-angermuehle.de).
Der Eintritt ist frei.

Richard Espertshuber
verfolgt mit dieser Ausstellung zwei Schwerpunkte: Zum einen möchte er Fotografien zeigen, die mit unterschiedlichen Techniken entstanden sind (Doppelbelichtung, Langzeitbelichtung, HDR-Aufnahmen etc.) und besondere Momente seiner fotografischen Arbeit wiedergeben. Andere Fotografien entfalten ihre besondere Wirkung durch handwerklich perfekt gefertigte Massivholzrahmen, die den Motiven einen „besonderen Charakter und Wertigkeit“ verleihen. Darüber hinaus hat er versucht, ausgewählte Fotografien zu Unikaten aufzuwerten und ihnen dadurch eine „Einmaligkeit und Eigenständigkeit“ zu verleihen. Hierzu hat er regionale Künstlerinnen und Künstler dafür begeistern können, ihre individuelle Kunst mit seinen Fotografien zu kombinieren. Entstanden sind echte Kunstwerke, die durch die jeweilige Technik und den Stil der Künstler im Besonderen geprägt wurden.
Sonja Hartmann
interessieren die kleinen, scheinbar unscheinbaren Dinge, an denen wir im Alltag achtlos vorübergehen, die aber beim genauen Hinschauen und Verweilen ihre ganz eigene Schönheit, ihren ganz eigenen Reiz präsentieren und auch manchmal Geschichten erzählen. Für sie zählen der „Augen-Blick“ und das spontane Wahrnehmen eines Motives. Weniger versiert ist sie, was die fotografische Technik wie Blende, Zeit, Belichtung usw. betrifft. Hier verlässt sie sich eher auf ihr Bauchgefühl, vielleicht auch die weibliche Intuition, was Ausschnitt, Licht usw. betrifft. Sie bearbeitet ihre Fotos kaum und arrangiert nur sehr wenig. In der Ausstellung zeigt sie einen kleinen Querschnitt ihrer Bilder aus den letzten Jahren. Neben der Fotografie beschäftigt sie sich seit vielen Jahren auch mit Drucktechniken, hier insbesondere mit lithografischen Arbeiten, sowie mit kunsthandwerklichen Arbeiten mit und aus Papier (Schatullen, Papierobjekte).
Prof. Ernst Jürgens
hat als Professor sowohl an der FH Köln als auch an der TH Deggendorf Mediendesign gelehrt. Seine gestalterischen Schwerpunkte waren dabei (außerhalb des TV-Bereichs) Multimedia Installationen (Kirchen, Theater, Museen), 3D-Video-Mapping-Projekte (in- und outdoor; mit Prof. Günter Reinhardt) und Videoinstallationen (Köln, Bremen, Deggendorf). Seit 2004 hat er an diversen Fotoausstellungen (Köln, Petersburg, Deggendorf, Regensburg) teilgenommen. Mit einem Augenzwinkern nennt er als Motto seiner künstlerischen Arbeit: „Der eine liebt die Gurke, der andere die Tochter des Gärtners.“ Die seinen Arbeiten zugrundeliegenden Thesen beschäftigen sich mit der Metaphysik der Fotogenre, also der Sinnüberschreitung des Abbildungsprinzips, und mit dem Hyperrealismus als Perspektive für die Überwindung des Bedeutungsfetischismus. Seiner Überzeugung nach befreit die hieroglyphische Motivsprache (gott-ferne Einritzung) den Wald vom Baum, den Busen von der Brustwarze, das Haus von der Tür.
Norbert Polkehn
hat seinen künstlerischen Schwerpunkt auf Architekturaufnahmen, Streetfotografie, Streetart- und Reisefotografie gelegt. Dabei entstehen sowohl Aufnahmen in Schwarz-Weiß wie in Farbe. Es ist sein Anspruch, neue Blickwinkel, ungewohnte Perspektiven und besondere Momente fotografisch festzuhalten und die Originalaufnahmen nicht zu verfremden. Wenn er fotografiert, taucht er in eine andere Welt oder eine ihm fremde Szene ein. Fotografieren schärft den Blick für Kleinigkeiten, für Anderes, Ungewöhnliches, Neues oder Alltägliches. Wo er früher achtlos vorbei gegangen wäre, ist er nun konzentrierter und aufmerksamer und entdeckt immer wieder Motive. Auch Banales kann zur Kunst werden, wenn man es von der Umgebung trennt und durch die Fotografie in Szene setzt. Bei seinen Fotorundgängen scheint die Zeit langsamer zu ticken und während der Aufnahme manchmal sogar still zu stehen.
Rita Unverdorben
richtet ihren Blick auf scheinbar Belangloses und oft Übersehenes. Angezogen vom Wesen und der ganz eigenen Sprache der Objekte, versucht sie deren beseelten Augenblick festzuhalten und sie nicht der Bedeutungslosigkeit zu überlassen. Ihre Fotos zeigen auch den morbiden Charme verlebter Räume, lassen Bilder von längst vergangener Zeit entstehen und bewahren vor dem Verblassen und endgültigen Verschwinden. Ihr künstlerisches Wirken umfasst neben der Fotografie auch die Malerei und plastisches Gestalten. Sie arbeitet dabei gerne mit verschiedenen Werkstoffen und Malmitteln. Mit Phantasie und "Um-die-Ecke-denken" und manchmal aus dem Rahmen fallenden Ideen entstehen ihre Bilder und Collagen, die kleinere und durchaus auch größere Geschichten erzählen. Ihre Arbeiten, ob nun Fotografie, großflächige Malerei in Acryl auf Leinwand, kleine Tuschezeichnungen, Aquarellmalereien oder plastische Darstellungen in Schubläden und Kästen, sind äußerst vielseitig und abwechslungsreich.
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