Caspar David Friedrich – Pantheismus und romantische Melancholie
15. September 2027, 19:00
Vortragsreihe zur europäischen Kunstgeschichte im Palais im Stadtpark
Referent: Dr. Stefan Schmitt
Caspar David Friedrich gilt weltweit als der berühmteste aller deutschen romantischen Maler. Diese beklagten, dass mit der rationalen und alles verwissenschaftlichenden Aufklärung das Wunderbare und die Mysterien aus der Welt gewichen waren. Ihre antirationalistische Empfindung ließ sie mit ihren Dichterfreunden die „progressive Universalpoesie“ suchen und in ihrer pantheistischen Frömmigkeit erschien ihnen die Natur als Hieroglyphe Gottes. Friedrichs Fach war die Landschaft, in welcher er äußerst stimmungsvoll sowohl religiösen als auch politischen Gehalt zum melancholischen Ausdruck brachte. Die Landschaft erfuhr somit einen völlig neuen Stellenwert. Auch trat er wie seine Kollegen kompromisslos als moderner autonomer Künstler auf, der sich von niemand in seine Kunst hineinreden ließ. Seine Werke wurden zu Symbolbildern einer ganzen Epoche.
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