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Klinik Angermühle GmbH

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Bühnenautoren im Spiegel der Zeit – Max Frisch

Kategorie
Vortrag
Datum
2023-09-14 19:00
Veranstaltungsort
Palais im Stadtpark, Dieter-Görlitz-Saal (1. Stock, direkt über dem Café arte)

Max Frisch – „Literatur hebt den Augenblick auf, dazu gibt es sie“

Mit Theaterstücken wie „Biedermann und die Brandstifter“ oder „Andorra“ sowie mit seinen drei großen Romanen „Stiller“, „Homo faber“ und „Mein Name sei Gantenbein“ erreichte der Schweizer Schriftsteller und Architekt Max Frisch (1911–1991) ein breites Publikum und fand Eingang in den Schulkanon. Darüber hinaus veröffentlichte er Hörspiele, Erzählungen und kleinere Prosatexte sowie zwei literarische Tagebücher über die Zeiträume 1946 bis 1949 und 1966 bis 1971.

Kaum ein Foto zeigt Max Frisch ohne schwarze Hornbrille und Pfeife. Er sieht streng aus, ein bisschen spießig. Man kann sich gut vorstellen, wie er am Schreibtisch sitzt und Manuskripte tippt. Oder in seinem Architekturbüro Einfamilienhäuser entwirft. Frauen, Affären, Reisen, Schreiben – das ist Max Frischs Leben. Seine Themen sind immer wieder Identität, Schuld, Rechtfertigung und / oder Beziehungen, Ehe, Liebe. Man könnte auch sagen, sein Hauptthema ist die Auseinandersetzung mit sich selbst. Und genau das haben Kritiker ihm immer wieder vorgeworfen. Dazu passt, dass seine umfangreichen Tagebücher, in denen sich Autobiografisches mit fiktionalen Elementen verbindet und in denen er seine ausgedehnten Reisen reflektiert, ein wesentlicher Bestandteil seines Werkes sind.

Max Frisch wirft in seinem Werk Probleme auf, die als typisch für den postmodernen Menschen gelten: Finden und Behaupten einer eigenen Identität, insbesondere in der Begegnung mit den festgefügten Bildern anderer, Konstruktion der eigenen Biografie, Geschlechterrollen und ihre Auflösung sowie die Frage, was mit Sprache überhaupt sagbar sei. Nachdem er jahrelang im Ausland gelebt hatte, beschäftigte Frisch sich nach seiner Rückkehr zudem zunehmend kritisch mit seinem Heimatland, der Schweiz. (Wikipedia) – Trotz aller Kritik an seinem Werk gilt: Ohne Max Frisch würde der deutschen Nachkriegsliteratur etwas fehlen.

Begleiten sie Peter Glotz auf seiner Reise durch das Werk Max Frischs am Donnerstag, den 14. September 2023, um 19.00 Uhr im Palais im Stadtpark, Dieter-Görlitz-Saal (1. Stock, direkt über dem Café arte, Am Stadtpark 22). Peter Glotz wird Leben und Wirken von Max Frisch vorstellen und ausgewählte Szenenausschnitte vortragen.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.


Peter Glotz lässt in der Vortragsreihe „Bühnenautoren im Spiegel der Zeit“ namhafte Autorinnen und Autoren zu Wort kommen, deren Stücke und Figuren entscheidende gesellschaftliche und politische Entwicklungen widerspiegeln. Glotz legt bei der Auswahl von Szenenausschnitten besonderen Wert darauf, differenzierte, emotionale menschliche und zwischenmenschliche Vorgänge aus möglichst allen gesellschaftlichen Schichten zu erfassen. Die Rollen (die Glotz selbst vorträgt) repräsentieren ein breites Spektrum, sowohl was die gesellschaftliche und bildungsmäßige Zugehörigkeit als auch was die Themen und Charakterzüge betrifft. Leben und literarische Arbeit sowie Wirkung und Einfluss des literarischen Gesamtwerks bis zur Jetztzeit werden mithilfe von Aufführungskritiken und anderen Texten aufgezeigt.

Der Referent Peter Glotz ist ausgebildeter Theaterregisseur und Schauspieler. Er ist ausgewiesener Kenner der Theaterliteratur und auf vielen Bühnen zu Hause. Als Sohn eines Bildenden Künstlers und Enkel eines Malers ist es ihm bereits seit jungen Jahren ein Bedürfnis, die Wege der Kunstbetrachtung zu gehen, indem er bedeutende Künstler bei ihren Ausstellungen würdigte. Als ausgebildeter Theaterregisseur ist er auch an der Bühnenbildnerei interessiert. Seine Handschrift als Regisseur zeigt sich u. a. an internationalen Jugendtheaterprojekten, bei denen Teilnehmer aus Frankreich, Italien, Tschechien, Rumänien und Deutschland mitwirkten.


2023 Jahresprogramm Bhnenautoren 1 2

 

 
 

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